xingyiquan_geschichte_orginalDer exakte Ursprung des Xingyiquan ist unbekannt. Als erster nachweisbarer Vertreter des Xingyiquan gilt Ji Jike (Ji Longfeng), der am Ende der Ming- und Anfang der Qing-Dynastie lebte und aus Puzhou im südlichsten Bereich in der Provinz Shanxi stammte.

Laut den Chroniken des Ji-Klans galt Ji Jike als Meister in der Speerhandhabung und war bekannt als Shen Qiang ("Göttlicher Speer"). Es wird vermutet, dass er auf Grundlage der Speerhandhabung die Faustkampfmethode begründete, die Xinyi Liuhe Quan (Boxkunst von Bewusstsein / Imagination und den sechs Harmonien) genannt wurde.

Zwei seiner besten Schüler waren Cao Jiwu und der Moslem Ma Xueli (ca. 1714-1790) aus Luoyang in der Provinz Henan. Vermutlich wurde auch während dieser Zeit Xinyi Liuhe Quan in drei unterschiedliche, jedoch verwandte Schulen geteilt: die Shanxi, Henan und die Hebei Schule.
Ma Xueli hinterließ die Kunst seinem Neffen Ma Xing (heute Luoyang oder Ma Stil), Ma Sanyuan und Zang Zhicheng (Luhan Stil). Cao Jiwu überlieferte seine Kunst an die Brüder Dai Longbang und Dai Lingbang aus der Provinz Shanxi im Kreis Qi.

Dai Longbang entwickelte vermutlich das Boxen der fünf Wandlungsphasen (Wuxing Quan) und integrierte es in das Xingyiquan, was bei ihm jedoch als Xinyi (Bewusstsein und Imagination) und nicht als Xingyi (Form und Imagination) bezeichnet wurde.

Dai Longbangs Xingyiquan wird heute auch als Dai Stil bezeichnet. Dai Longbang vermittelte seine Kunst an Li Nengran (Li Louneng) aus dem Kreis Shen in der Provinz Hebei, der als einer der besten Xingyi Boxer und einer der besten Boxer Chinas bekannt wurde.

Li Nengran brachte viele neue Elemente in das Unterrichtssystem des Xingyiquan. Bekannte Schüler von Li Nengran waren unter anderem Song Shirong, Che Yizhai, Liu Qilan und Guo Yunshen. Dessen spezielle Fertigkeit war Ban Bu Bengquan (Halbschritt mit schmetternder Faust), wodurch er Berichten zu folge viele seiner Gegner besiegte.

Ein bekannter Schüler von Guo Yunshen war Wang Xiangzhai, der Xingyiquan weiter reformierte und dessen Stil als Yiquan (Boxkunst der Imagination) bekannt ist.

Liu Qilan hatte bekannte Schüler wie Zhang Zhaodong und Li Cunyi, auf den heute viele Xingyi Meister ihren Stil zurückführen können. Xingyiquan kann heute in drei Hauptstile gegliedert werden: Henan, Shanxi und Hebei.
Der Hebei Stil ist vermutlich der heute bekannteste und am weitesten verbreitete. Aber auch die anderen Arten und ihre Unterstile sind heute noch intakt und werden von ihren Nachfolgern in China gepflegt.

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